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Löwenstark Teil 2

Glücklich gelandet oder gestrandet? Gewonnen wird im Kopf mit dem Growth Mindset

 

 

 

 

Auf meinem Rückflug von Wien nach Köln sind mir die beiden nochmal am Gate begegnet. Sie sahen richtig müde und abgekämpft aus. Während ich nochmal kurz darüber nachdachte, wie wohl der Pitch der beiden gelaufen ist, schießen mir unentwegt Fragen durch meinen Kopf:

Wie gehen wir mit Misserfolgen, unverhofftem Scheitern und unsicheren „Zwischen-Geparkt-Situationen eigentlich um?

Und was haben diese Fragen mit LÖWENSTÄRKE zu tun?

Sehr viel! Wären Löwen stetig gekränkt, wenn  andere Tiere vor ihnen flüchten, dann könnten sie nie Beute machen. Sie würden sich und ihrer Beute selbst im Wege stehen.

Denn die Frage auf dem Weg zu einer guten Resilienz, unserem psychischen Immunsystem, liegt doch darin, wie wir das, was im Leben nicht nach unseren Erwartungen läuft, bewerten?

Es geht nicht darum, ein „perfektes“ Leben zu leben. Die Definition von “perfekt“ überlasse ich jedem selbst. Doch im Hinterkopf haben wir meist das ideale Bild davon, wie unser Leben „sein sollte“.

Wenn es nicht so ist, ist es vielfach ein Unglücklichkeits-Garant: Der ungerade Lebenslauf, die Degradierung im Job, die Kinderlosigkeit, die unglückliche Beziehung, die Krankheit und vieles mehr, lassen uns schnell an uns selbst und an unserem Lebensentwurf zweifeln.

Doch mit wem nehmen wir Maß und wie sinnvoll ist das? Und um was geht es eigentlich?

Geht es nicht vielmehr darum, an dem, was uns das Leben vor die Füße wirft, zu wachsen? So schräg, unwillkommen und bittersüß uns das Leben herausfordert und uns zeigt, dass wir eben nicht alles planen können, so ein großartiger Lehrmeister ist es.

Sind es doch die Entdeckungsreisen unserer „doted lines“, die uns zu der Persönlichkeit gemacht haben, die wir heute sind. Was, wenn wir die damit verbundenen Ressourcen und entwickelten Charakterstärken und Talente bewusst ansehen und uns klarmachen, was wir alles gewonnen haben?

Ist das nicht der eigentliche Sinn unserer Reise?

Grund genug, um sich mit dem Thema Erfolg und der Entwicklung eines Mindsets näher zu beschäftigen, das kleine Löwen zu großen macht.

Es geht um die Reise zur Entwicklung der inneren LÖWENSTÄRKE. Es geht um das Growth-Mindset.

LÖWENSTARK-Selbsttest zum Growth Mindset:

Wann fühlst Du Dich intelligent?

Ordne Dich nun Typ 1 oder Typ 2 ganz spontan zu:

Typ 1:

  • „Wenn ich keine Fehler mache.“
  • „Wenn ich etwas schnell und perfekt erledige.«
  • »Wenn mir etwas leicht fällt, was andere nicht können.“

oder

Typ 2:

  • „Wenn etwas schwer ist, wenn ich mich daran abarbeiten muss und etwas hinbekomme, was ich vorher nicht konnte.«
  • »Wenn ich lange an etwas arbeite und nach und nach dahinterkomme.«

Die honorige Stanford-Professorin Carol Dweck sorgte mit ihrem Bestseller-Buch „Mindset. The new psychology of success“ weltweit für Furore. Wesentliche Erkenntnisse hat bereits zu früherer Zeit Jens Corssen in seiner berühmten Philosophie des Selbstentwicklers sehr lesenswert beschrieben.

Der Erfolg dieser Haltung basiert darauf, dass Menschen anders über ihre eigene Intelligenz und  über Misserfolge denken als andere. Erreicht jemand sein Ziel nicht, dann sagt er nicht: „Ich habe es nicht geschafft“, „Ich habe versagt“, „Ich habe verloren.“ Der Satz, der Lernen in Gang setzt und damit verbundenes Wachstum beflügelt, lautet: „Ich habe es noch nicht geschafft.“ Der Gamechanger liegt im „NOCH NICHT“. Mit diesem Mindset fokussieren wir auf den Prozess und eben nicht auf das Ergebnis. Fokussieren wir uns auf den Weg zum Ziel, dann richten wir automatisch unsere Aufmerksamkeit auf unsere Anstrengung, unsere Strategie und auf unsere Ausdauer. Es scheint also darauf anzukommen, das „innere Spiel zu gewinnen“, statt das „äußere“ so wie es Jens Corssen in seinem Selbstentwickler selbstwirksam beschreibt.

 

Welcher Typ bist Du? Ein Growth Mindset-Typ oder ein Fixed Mindset-Typ?

Typ 1 beschreibt das Fixed Mindset, d.h. das statische Selbstbild und Typ 2 das Growth Mindset, das dynamische Selbstbild. Dieses Selbstbild ist das, was Carol Dweck mit ihren Kollegen jahrelang beforscht hat. Das Gute ist, dass wir das Growth Mindset trainieren und erlernen können. Es gibt uns gerade in Krisen wirkungsvolle Strategien an die Hand, wie wir den Weg aus Krisen selbst beeinflussen können.

 Denn die innere Einstellung, die wir selbst zur Test-Frage einnehmen, hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie wir unser Leben führen. Sie entscheidet, ob wir der Mensch werden, der wir sein wollen, und ob wir das erreichen, was wir uns vornehmen.

Glauben wir, dass unsere Eigenschaften in Stein gemeißelt sind, dann resultiert daraus, laut Carol Dweck, das stete Bedürfnis, sich immer wieder beweisen zu müssen. Dann bewerten wir jede Situation vor unserem inneren Spiegel:

  • Werde ich Erfolg haben oder scheitern?
  • Werde ich klug oder dumm aussehen?
  • Wie viele Likes habe ich auf meinem Post erhalten?
  • Komme ich gut an oder schlecht?

Wer möchte nicht erfolgreich, intelligent und anerkannt sein? Ist es nicht das, was gesellschaftlich am meisten belohnt wird? Das Tückische daran ist, dass Menschen mit einem Fixed Mindset daran glauben, dass Anstrengung ihr Talent infrage stellt. Das Growth Mindset haben Menschen mit einem dynamischen Selbstbild. Sie sind davon überzeugt, dass sie ihre Grundeigenschaften durch eigene Anstrengungen weiterentwickeln können. Durch Leidenschaft, Einsatz und Übung ist es möglich, das eigene Potenzial zu entfalten und letztlich enorme Resilienz aufzubauen. So aktivieren sie ihre Selbstwirksamkeit, weil sie daran glauben, dass sie bestimmte Fähigkeiten tatsächlich weiterentwickeln können. Dadurch entstehen Neugierde und Lernbegeisterung, weil sie aktiv gestalten und ihre Zukunft dadurch bewusst in die Hand nehmen.

Im Buch von Carol Dweck „Selbstbild“ finden sich zahlreiche Mutmach-Geschichten der berühmtesten Sportler wie Michael Jordan, Muhamed Ali, Willma Rudolph, Tiger Woods und vielen mehr, die zeigen, wie weit sie mit Disziplin und Ausdauer gekommen sind. Das Buch erzählt auch von Menschen wie John McEnroe, die aufgrund ihres statischen Selbstbildes hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben sind. Denn McEnroe kann als Naturtalent bezeichnet werden. Ihm sind die Erfolge nur so zugefallen und er wurde stetig aufgrund seines Talents bejubelt.

Denn Naturtalente berauschen sich an ihrer eigenen Überlegenheit und lernen nie, wie man hart arbeitet oder mit Rückschlägen umgeht. Menschen, die sich das Growth Mindset aneignen und die von sich sagen: „Ich bin noch nicht dort, wo ich sein will und genau deshalb werde ich jetzt zu dem Menschen, der lernt, wie es geht“, schaffen sich die Potenzial-Räume, die sie widerstandsfähig gegenüber Rückschlägen und Misserfolgen machen. Sie haben ihre inneren Maßstäbe verändert. Die Neubewertung ihres Weges führt dazu, dass sie sich wertvoll fühlen mit der Anstrengung und Disziplin, die sie aufbringen.

Carol Dweck schreibt treffend dazu: „So sehr wir über die Tugenden der Disziplin und Leistung sprechen, so sehr verehren wir doch die angeblichen Naturtalente. Wir sehen unsere Sieger und Idole gern als Übermenschen, die mit anderen Eigenschaften geboren wurden als wir. Die Vorstellung, dass es sich um relativ normale Menschen handeln könnte, die sich selbst zu etwas Außergewöhnlichem gemacht haben, gefällt uns weniger. Aber warum eigentlich? Ich finde das sehr viel erstaunlicher.“

 

LÖWENSTARK-Selbstcoaching to go-Aufgabe für ein Growth Mindset

Sportler mit einem dynamischen Selbstbild empfinden es als Erfolg, wenn sie lernen und sich verbessern. Nicht nur, wenn sie gewinnen.

Du hast bereits ein Growth Mindset entwickelt? GLÜCKWUNSCH! Weiter so!

  • Gibt es Bereiche in Deinem Leben, wo Du gerne noch mehr von Deinem Growth Mindset intensivieren oder ganz bewusst würdigen und anerkennen kannst?
  • Was ändert sich dadurch für Dich?
  • Wo gibt es Sportarten, Skills im Job oder andere Fähigkeiten, die Dir anfänglich besonders leicht gefallen sind und wo Du irgendwann an Deine Grenzen gestoßen bist?
  • Was ändert sich für Dich, wenn Du jetzt mit einen dynamischen Selbstbild rangehst und es nochmal probierst?

Oder agierst Du stärker aus einem Fixed Mindset heraus?

  • Dann überlege für Dich, wo es Bereiche in Deinem Leben gibt, wo Du eine aufgewendete Anstrengung positiv bewerten kannst?
  • Welche Wege zu einem Ziel kannst Du noch stärker würdigen und vor Dir selbst anerkennen?
  • Was könnte der Nutzen für Dich sein, Dich stärker damit zu beschäftigen, welche Möglichkeiten Du aktiv ergreifen kannst, um zu wachsen und wie Jens Corssen es so schön sagt, „Dein inneres Spiel zu gewinnen“ anstatt „das äußere Spiel“?

Charakter ist, wenn es gelingt, alle Kraft aus sich selbst zu schöpfen, selbst wenn sich gerade die ganze Welt gegen einen zu verschwören scheint. Ein Weg, den LÖWEN gehen und der sie nicht umsonst zu den Königen unter den Tieren macht.

 

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