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Wissenswertes zum Thema Burnout

Klassifikation, körperliche Ursachen und Tipps für energiegeladene Körperzellen

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Burnout kursiert als Begriff sehr häufig. Jüngst in der Meldung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 28.05.19., in der sie Burnout erstmals genauer definiert und als berufliches Phänomen eingegrenzt:

„Ein Syndrom, das als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz auftritt, der nicht erfolgreich bewältigt wurde.” Burnout reicht somit von Erschöpfungszuständen über negative Gefühle am Arbeitsplatz bis hin zu geringerer Leistungsfähigkeit.

https://www.who.int/mental_health/evidence/burn-out/en/

Wie prägen Begrifflichkeiten, Definitionen und psychische Klassifikationen unser Bewusstsein?

Hören wir das Wort Burnout oder Burn-out, dann assoziiert unser Gehirn sofort alle Informationen und eigenen Referenzerfahrungen, die wir dazu abgespeichert haben.

Unser Kopfkino ist also in vollem Gange:
„Hatte meine Kollegin nicht auch Burnout und musste sogar in eine Klinik? Ist nicht unser Nachbar neulich einfach am Küchentisch zusammengebrochen und seine Frau meinte nur „Heillos überarbeitet. Burnout eben.“ Neulich habe ich mich selbst total erschöpft und lustlos gefühlt. Ist es bei mir jetzt auch schon so weit?“

Interessant ist, mal genauer zu beleuchten, was sich in diesem Moment in uns abspielt:

Wir reagieren vermutlich vermehrt mit Emotionen wie Angst, Panik und Hilflosigkeit, die uns selten bewusst sind. Unser Körper schüttet je nach Emotion einen anderen Stresshormon-Cocktail aus. Welche Möglichkeiten haben wir auf Stress zu reagieren? Je nach unseren Prägungsmustern ergeben sich vier Grundreaktionsmöglichkeiten:

  • Flucht: Wir klappen als typische Reaktion die Ohren zu und wollen nichts mehr davon hören.
  • Kampf: Wir reagieren irgendwie aggressiv/gereizt/genervt auf solche Informationen.
  • Vergrößern: Wir fangen an, uns selbst um uns Sorgen zu machen.
  • Erstarrung: Wir verhaften in einer Art „Schockstarre“.

Solange dieses Kopfkino und das damit verbundene Stigma in unseren Köpfen aktiviert ist, verbinden wir auch verwandte Begriffe wie Erschöpfung in unseren neuronalen Netzwerken unweigerlich mit dem Begriff Burnout. Dieses innere Bild wird noch zusätzlich durch die gutgemeinten, offenen Berichte von Prominenten in den Medien gefüttert: „Da ist jemand fix und fertig, schwer depressiv und kommt nur in der Klinik wieder „auf die Spur“. Das war sicher etwas überspitzt formuliert.

Doch schnell wird klar, dass dieses Kopfkino nicht gerade ein Mindset fördert, das wir brauchen, um uns rechtzeitig und konstruktiv mit unserem gefühlten Energieverlust auseinander zu setzen und um überhaupt in Kontakt zu uns selbst zu gehen.

 

Oft wird Burnout auch mit Depression gleichgesetzt

„Ein Burnout ist keine Depression“, sagt Prof. Dr. Kirschbaum von der Exzellenzuniversität TU Dresden, der die weltweit größte Burnout-Längsschnittstudie mit seinem Team aktuell durchführt. So gäbe es zwar viele Ausgebrannte, die in eine Depression geraten, „aber es gibt viele Ausgebrannte, die noch nicht depressiv sind.“ Die Übergänge zwischen langfristiger Erschöpfung und Depression seien fließend.

Spannende Informationen zur Dresdner Burnout-Studie findet ihr hier:
https://burnout-studie.psych.tu-dresden.de/node/4

 

Ein weiterer Blick auf das Thema Burnout:
Der stille Burnout

Um zu realisieren, dass man sukzessive Energie verliert und sich immer erschöpfter fühlt, muss man nicht „zusammenbrechen“. Es gibt aus meiner Erfahrung auch den „stillen Burnout“. Still deshalb, weil er so leise und unscheinbar daherkommt, dass wir die zumeist körperlichen Signale gar nicht richtig einordnen können:
So zum Beispiel in Form von vielen Infekten in kurzer Zeit, gefolgt von Sodbrennen („ich glaube, ich vertrage Milch nicht mehr so gut“), dann häufige Kopfschmerzen und öfter gereizt zu reagieren.

 

Die unterschiedlichen Ursachen von Erschöpfung

Erschöpfung kann unterschiedliche Ursachen haben. Sie ist in ihrer Genese nicht immer rein „psychisch“ bedingt. Sie kann auch körperlich sein und in der Körperzelle selbst, d.h. in den sogenannten Mitochondrien, liegen. Das war für mich als Psychologin besonders erhellend, da Erschöpfung gerne „psychologisiert“ wird. Ich werde in den nächsten Blogs noch näher erläutern, wie beispielsweise der Darmpilz Candida Albicans, Parasiten oder auch der Epstein-Barr-Virus enorme Auswirkungen auf unsere Zellgesundheit haben können. Dann entsteht der Stress sozusagen in der Zelle. Die Antwort darauf zu finden, wie das überhaupt passieren kann, ist aus meiner Sicht einer der größten Erfolgsschlüssel auf dem Weg zur Gesundung.

 

Mein Weg in den „stillen Burnout“

Bis Anfang 30 hatte ich so viel Energie, dass ich sie regelrecht „zum Verschleudern“ hatte. Ich war Führungskraft in einem internationalen Textilkonzern. Mit 33 Jahren hatte ich beschlossen, in die Selbständigkeit zu gehen und meinem Traum nach Freiheit und Unabhängigkeit zu folgen. Zwei Jahre später war ich ein körperliches Wrack. Von Tag zu Tag hatte ich weniger Energie, sämtliche Allergien traten auf, mein Immunsystem funktionierte nicht mehr und ich hatte permanent Infekte.

Es hat mich fast mein Leben gekostet, bis ich nach einem jahrelangen Ärztemarathon auf einen Arzt traf, der herausfand, dass ich unter einer parasitären Darmerkrankung litt. An jedem dieser Tage habe ich mich so gefühlt, als hätte mir jemand den Stecker rausgezogen.

Auf Grund eigener Erfahrungswerte möchte ich in diesem Blog speziell auf körperliche Störfaktoren eingehen, die für die Gesundheit eine wesentliche Rolle spielen. Deshalb liegt der Fokus in diesem Blog-Eintrag auch auf dem Darm und der Körperzelle selbst.

 

Die unterschätze Macht des Darms

Wissenschaftliche Studien zeigen eindrucksvoll, dass der beste Schutz gegen Stress ein funktionierender Darm ist. Es gibt eine direkte Funktionsachse zwischen Darm und Gehirn. Diese wird maßgeblich von unseren Darmbakterien beeinflusst. Sie spielen eine sehr wichtige Rolle dabei, ob wir Stress gut verarbeiten können oder nicht.

Interessant ist auch, dass sich eine gestörte Darmflora, z.B. aufgrund der Einnahme von Antibiotika, in Kombination mit Stress zu einem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom entwickeln kann. Die Schleimhaut des Darms wird immer durchlässiger und der Körper immer saurer. Das ist dann der Nährboden für Darmpilze wie z.B. Candida Albicans, die auch im Verdacht stehen, Burnout-ähnliche Symptome wie Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmungen oder Ängste auszulösen.

Um der eigenen Erschöpfung vollständig auf die Spur zu kommen, ist eine umfangreiche Diagnostik, die die körperlichen Stressoren gezielt erfasst, sehr wichtig. Aus eigener Erfahrung wie auch aus vielen Coachings und Berichten von Kunden weiß ich, dass diese viel Freude und Spaß an dem haben, was sie in ihrem Job tun. Trotzdem fühlen sie sich zunehmend erschöpft. Interpretieren wir dieses Erschöpft-Sein rein psychisch, können wir uns wertvoller Möglichkeiten berauben, die uns effektiv helfen können.

 

Wenn Deine Körperzellen zu Dir sprechen könnten, welche Tipps würden sie Dir geben?

Körperzellen:
„Wir dürfen uns kurz vorstellen: Wir heißen genau genommen Neurone (Nervenzellen) und sind Meister der vernetzten Kommunikationskunst. Wir agieren blitzschnell mit unseren Nachbarzellen, den Organzellen. Jede von uns besitzt rund 3.000 Mitochondrien. Sie produzieren als unsere Zellkraftwerke unentwegt Energie, damit wir als Zelle überhaupt funktionieren. Wenn diese Kraftwerke ausfallen, dann sterben wir! Wir verfügen über ein Notstromaggregat, mit dem wir die notwendigsten Zellprozesse aufrechterhalten können.

Das entspricht dann einem Neunzehntel der Energie, die wir normalerweise zur Verfügung haben. Lebst Du als unser Besitzer so weiter, als hätten wir 100 Prozent unserer Energie, dann macht uns das extrem zu schaffen. Fallen aufgrund dessen Zellkraftwerke aus, haben wir keinen Einfluss darauf, sondern nur Du als unser Besitzer!

Denk dran: Wir können auch nicht überleben, wenn körperfremde Stoffe über das Lymphsystem nicht ausreichend entgiftet werden.“

 

Unsere Tipps für Dich:

 1. Meide Alkohol, Histamin, Nikotin, Drogen und Medikamente!

Sie machen uns schon in geringsten Dosen sehr schwer zu schaffen: Sie blockieren nämlich unsere Kommunikationswege. Histamin-Regel: Je frischer und unverarbeiteter Nahrungsmittel sind, desto weniger Histamin enthalten sie. Führst Du das Vitamin B6 zusätzlich zu, dann verschwindet mit diesem wichtigen Co-Faktor auch schneller die Histamin-Intoleranz.

 2. Bewege Dich ausreichend

Ansonsten steckt der „Abfall“ in den Lymphbahnen fest. Die Schlacken können dann nicht an die Leber weitergeleitet werden. Achtung: STAUGEGAHR!!!!

 3. Trinke ausreichend stilles Wasser! (2-3 Liter pro Tag)
So bleiben die Schlacken in einer wässrigen Lösung.

 4. Nimm gute Fettsäuren zu Dir!
Ansonsten werden die Lymphbahnen sprichwörtlich „zugekleistert“. Wir brauchen sie dringend als Baustoffe für unsere Zellmembran, für unsere Signalübertragungen von Zelle zu Zelle, als Gute-Laune-Botenstoffe und für vieles mehr.

Gute Fettsäuren sind vornehmlich Omega-3-Fettsäuren, die z.B. in Leinöl, Tiefseefisch (Lachs, Hering, Makrele und Thunfisch) enthalten sind. Olivenöl, Dein Küchenliebling, ist keine essenzielle Fettsäure, d.h. für uns nicht lebensnotwendig.

Meide zellschädigende Transfette aus Fast Food, billigen Backwaren und Lebensmitteln!

 5. Kaue Deine Nahrung gut!
Kaue jeden Bissen 30-40 Mal, so oft bis sich der Nahrungsbissen regelrecht verflüssigt hat. Das ist schon die halbe Miete: Gut gekaut ist halb verdaut!

Hier ist ein kleines Training erforderlich, weil Du im Stress Deine Nahrung so schnell herunterschlingst. Mache Dir einen Post-IT: Kauen, kauen, kauen :-)!

Wer begeistert ist von der Sprache der Körperzellen und mehr zum Thema körperliche Faktoren in der Burnout-Entstehung erfahren möchte, dem seien wärmstens die Bücher der Erfolgsautorinnen Uschi Eichinger und Kyra Hoffmann empfohlen:

Unsere Praxistipps für energiegeladene Zellen kannst Du Dir natürlich auch herunterladen:

Du verspürst den Wunsch nach mehr Unterstützung, dann könnte das FREISCHWIMMER-Format für Menschen im Stress etwas für Dich sein. Hier werden dezidiert sämtliche multifaktoriellen Risikofaktoren der Burnout-Entstehung thematisiert und behandelt.